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Sicherheitsmanagement ist ein Managementprozess. Es verbindet Analyse, Bewertung und Steuerung so, dass Entscheidungen nachvollziehbar getroffen und Sicherheitsstrukturen dauerhaft wirksam geführt werden können. 

Unsere Leistungen:

  • Bestandsaufnahme
  • Risikomanagement

    • Risikoanalyse
    • Risikobeurteilung
    • Risikobewertung

  • Sicherheitskonzepte und Sicherheitsarchitektur
  • Business Continuity Management & Notfallplanung
  • Krisenmanagement

    • Krisenkommunikation
    • Schulungen im Krisenmanagement
  • Strategische Sicherheitsbegleitung
  • Operative Perspektive und Umsetzbarkeit

Bestandsaufnahme


Die Bestandsaufnahme ist der strukturierte Einstieg. Ziel ist ein realistisches Lagebild, das die tatsächliche Funktionsweise, Abhängigkeiten und Verantwortlichkeiten abbildet. Sie schafft die Grundlage für jede Risikobeurteilung, Priorisierung und spätere Konzeptentwicklung.

  • Aufgaben, Ziele und Schutzgüter: Welche Werte, Prozesse, Personen und Informationen sind relevant?
  • Schutzziele: Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit, Nachvollziehbarkeit und Schutz von Personen
  • Organisationsstruktur: Aufbauorganisation, Entscheidungswege, Verantwortlichkeiten, Schnittstellen
  • Prozesse und Abläufe: kritische Prozesse, Übergaben, externe Abhängigkeiten, Dienstleister
  • Personal: Rollen, Qualifikationen, Verfügbarkeit, Schlüsselpositionen, Vertretungsregelungen
  • Infrastruktur: Standorte, Zutritts- und Zutrittssteuerung, technische und bauliche Rahmenbedingungen
  • Informations- und IT-Bezug (soweit relevant): Datenflüsse, Systeme, Zugriffsrechte, externe Schnittstellen
  • Bestehende Regelwerke: Richtlinien, Arbeitsanweisungen, Notfallpläne, Sicherheitskonzepte
  • Anforderungen aus Compliance und Regulierung: interne Vorgaben, externe Prüfanforderungen, Auflagen
  • Schnittstellen zu Datenschutz und Informationssicherheit: Verarbeitung sensibler Daten, Verantwortlichkeiten, Dokumentation
  • Arbeitssicherheit: Gefährdungsbeurteilungen, Schutzmaßnahmen, Zuständigkeiten, Unterweisungssysteme

Risikomanagement


Risikomanagement umfasst den zusammenhängenden Prozess aus Risikoanalyse, Risikobeurteilung und Risikobewertung. Ziel ist eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage: welche Risiken relevant sind, wie sie einzuordnen sind und welche Steuerungsentscheidungen daraus folgen.


Risikoanalyse

Die Risikoanalyse identifiziert Risiken systematisch und beschreibt sie in ihrem Kontext. Sie beantwortet: Welche Risiken existieren und wie entstehen sie?

  • Identifikation von Bedrohungen: interne und externe Einflussfaktoren, Ereignisse, Akteure, Umwelteinflüsse
  • Identifikation von Schwachstellen: organisatorisch, personell, technisch, infrastrukturell
  • Szenarioanalyse: plausible Schadens- und Eskalationsszenarien, Abhängigkeiten und Ketteneffekte
  • Betrachtung von Schnittstellen: Dienstleister, Partner, Lieferketten, kritische Übergänge
  • Datenschutz- und Informationsbezug: Datenverarbeitung, Zugriffsketten, potenzielle Datenschutzverletzungen
  • Arbeitssicherheit: Gefährdungen für Personen, Arbeitsbereiche, Tätigkeiten und Prozesse


Risikobeurteilung

Die Risikobeurteilung ordnet identifizierte Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen ein. Sie beantwortet: Welche Risiken sind handlungsrelevant und in welcher Größenordnung?

  • Eintrittswahrscheinlichkeit: basierend auf Umfeld, Historie, Schutzmaßnahmen, Exposition
  • Auswirkungen: Personen, Betrieb, Vermögenswerte, Daten, Reputation, rechtliche Folgen
  • Betrachtung von Unsicherheiten: Annahmen, Datenlage, Abhängigkeiten, Wechselwirkungen
  • Einordnung von Schutzmaßnahmen: Wirksamkeit, Lücken, Umgehungsmöglichkeiten
  • Compliance- und Datenschutzfolgen: Meldepflichten, Prüf- und Nachweisanforderungen, Haftungsrisiken
  • Arbeitssicherheitsfolgen: Personenschäden, Betriebsunterbrechung, Auflagen, Präventionsbedarf


Risikobewertung

Die Risikobewertung führt zur Managemententscheidung. Sie beantwortet: Welche Risiken werden akzeptiert, reduziert oder aktiv gesteuert – und mit welcher Priorität?

  • Risikotoleranz und Akzeptanzkriterien: was ist akzeptabel, was nicht
  • Priorisierung: Steuerungsreihenfolge, Ressourcenfokus, Zeitachsen
  • Steuerungsoptionen: vermeiden, reduzieren, übertragen, akzeptieren
  • Ableitung von Maßnahmenpaketen: organisatorisch, personell, technisch, infrastrukturell
  • Einordnung von Compliance, Datenschutz und Arbeitssicherheit: Pflichten, Nachweise, Verantwortlichkeiten
  • Entscheidungsvorlage: klar, nachvollziehbar, auditfähig und führungsgeeignet

Sicherheitskonzepte und Sicherheitsarchitektur


Sicherheitskonzepte übersetzen Risikoerkenntnisse in Struktur. Ziel ist ein steuerbares System aus Verantwortlichkeiten, Prozessen und abgestimmten Maßnahmen. Sicherheitsarchitektur bedeutet dabei, organisatorische, personelle und technische Elemente konsistent zu verbinden.

Typischer Aufbau eines Sicherheitskonzepts:

  • Zielbild und Schutzziele: was soll geschützt werden und mit welchem Anspruch
  • Ausgangslage: relevante Erkenntnisse aus Bestandsaufnahme und Risikomanagement
  • Verantwortlichkeiten: Rollen, Zuständigkeiten, Vertretung, Eskalation
  • Sicherheitsprozesse: Prävention, Detektion, Reaktion, Wiederherstellung
  • Maßnahmenstruktur: organisatorisch, personell, technisch, infrastrukturell
  • Schnittstellen: Dienstleistersteuerung, IT/Datenschutz, Arbeitssicherheit, Compliance, Betriebsorganisation
  • Anforderungen an Training und Qualifikation: Standards, Nachweise, Wiederholungslogik
  • Anforderungen an Ausstattung und Technik: Auswahlkriterien, Validierung, Betrieb
  • Dokumentation und Nachweisfähigkeit: prüf- und auditfähige Struktur, ohne Formalüberladung

Einbindung von Datenschutz, Compliance und Arbeitssicherheit:

Datenschutz: 

  • Rollen (z. B. Verantwortliche)
  • Verfahren
  • Schutzbedarfe
  • Schnittstellen zu Meldewegen

Compliance: 

  • Regelwerke
  • Nachweispflichten
  • Prüfanforderungen
  • Verantwortungsverteilung

Arbeitssicherheit:

  • Gefährdungsbeurteilung
  • Unterweisung
  • Schutzmaßnahmen
  • Zuständigkeiten

Business Continuity und Notfallplanung


Business Continuity und Notfallplanung sichern die Funktionsfähigkeit bei Störungen und Ausfällen. Ziel ist es, kritische Prozesse zu definieren, Auswirkungen zu begrenzen und klare Abläufe für Notfälle zu etablieren.

  • Kritikalitätsanalyse: kritische Prozesse, Abhängigkeiten, Mindestbetriebsniveaus
  • Wiederanlaufplanung: Reihenfolge, Ressourcen, Verantwortlichkeiten, Zeitziele
  • Notfallorganisation: Rollen, Alarmierung, Entscheidungswege, Eskalationslogik
  • Notfallpläne: Szenarienbezogene Handlungsanweisungen, Checklisten, Kommunikationswege
  • Ressourcenplanung: Personal, Technik, Ausweichlösungen, Dienstleister, Material
  • Schnittstellen zu Datenschutz und Compliance: Meldewege, Dokumentation, Verantwortlichkeiten
  • Schnittstellen zur Arbeitssicherheit: Personenschutz, sichere Arbeitsabläufe im Notfall

Krisenmanagement


Krisenmanagement wird relevant, wenn Notfallstrukturen nicht ausreichen und Entscheidungen unter Unsicherheit, Zeitdruck und hoher Dynamik getroffen werden müssen. Ziel ist die Sicherung von Führungs- und Entscheidungsfähigkeit.

  • Krisenorganisation: Rollen, Führung, Entscheidungslogik, Verantwortungsverteilung
  • Krisenstab oder Führungsstruktur: Zusammensetzung, Aufgaben, Arbeitsweise
  • Lagebildarbeit: Informationsbeschaffung, Bewertung, Priorisierung, Dokumentation
  • Maßnahmensteuerung: Planung, Umsetzung, Tracking, Wirksamkeitskontrolle
  • Eskalation und Schnittstellen: operative Ebene, Leitungsebene, externe Stellen
  • rechtliche und regulatorische Aspekte: Compliance, Meldepflichten, Nachweisführung
  • Arbeitssicherheit im Krisenbetrieb: Personenschutz, sichere Abläufe, Verantwortlichkeiten


Krisenkommunikation

Krisenkommunikation ist integraler Bestandteil des Krisenmanagements. Ziel ist Klarheit, Konsistenz und Handlungsfähigkeit in der internen und externen Kommunikation.

  • Kommunikationsrollen und Verantwortlichkeiten: Sprecherregelung, Freigaben, Vertretung
  • Kommunikationsprozesse: Lageupdates, Entscheidungskommunikation, interne Informationsdisziplin
  • Stakeholderlogik: Mitarbeitende, Führung, Behörden, Partner, Öffentlichkeit
  • Dokumentation und Nachweisfähigkeit: konsistente Aussagen, Abstimmung mit Compliance
  • Datenschutz: Umgang mit personenbezogenen Daten und sensiblen Informationen in der Kommunikation

Schulungen im Krisenmanagement

Schulungen im Krisenmanagement entwickeln Rollenverständnis, Entscheidungslogik und Handlungssicherheit. Ziel ist es, Strukturen nicht nur einzuführen, sondern praktisch abrufbar zu machen.

  • Rollen und Verantwortlichkeiten im Krisenmanagement
  • Lagebildarbeit und Priorisierung
  • Entscheidungsfindung unter Zeitdruck und Unsicherheit
  • Maßnahmensteuerung und Dokumentation
  • Kommunikationsdisziplin und Schnittstellen

Strategische Sicherheitsbegleitung


Sicherheitsmanagement erfordert regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung. Veränderungen in Umfeld, Organisation, Personal, Regulierung und Technik machen Anpassung notwendig. In der strategischen Begleitung unterstützen wir Entscheider bei Bewertung, Priorisierung und Weiterentwicklung.

  • regelmäßige Reviews von Risiko- und Sicherheitslage
  • Bewertung veränderter Rahmenbedingungen
  • Ableitung von Anpassungen an Konzept, BCM und Krisenstrukturen
  • Begleitung von Veränderungs- und Implementierungsprozessen
  • Sparring auf Entscheiderebene

Operative Perspektive und Umsetzbarkeit


Dort, wo praktische Erfahrung für die Einordnung von Risiken, Abläufen und Maßnahmen entscheidend ist, wird unsere Arbeit durch das Tactical Training & Support Team (TTST) ergänzt.

  • realistische Einordnung von Szenarien, Abläufen und Umsetzbarkeit
  • Plausibilisierung von Maßnahmen unter tatsächlichen Rahmenbedingungen
  • Bewertung von Belastbarkeit und Praxistauglichkeit von Konzepten
  • Rückkopplung in Training und Ausstattung, sofern erforderlich